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Projekt Individualbesteuerung: teuer, kompliziert und unnötig

30. Januar 2026

Leserbrief von Franziska Stenico, Grossrätin, Präsidentin Mitte Bezirk Muri

Die Individualbesteuerung wird uns als grosse Modernisierung verkauft. Doch wer genauer hinschaut, merkt schnell: Dieses Projekt ist vor allem eines: teuer, kompliziert und unnötig. Statt unser Steuersystem zu vereinfachen, schafft man neue Formulare, neue Berechnungen und neue Unsicherheiten. Die Verwaltung wird aufgebläht, und am Ende zahlen wir alle dafür. Viele Paare und Haushalte würden mit der Individualbesteuerung real mehr Steuern zahlen. Besonders betroffen wären Menschen mit normalen Einkommen, die jeden Tag arbeiten, sparen und Verantwortung übernehmen. Genau jene, die unser Land tragen, sollen plötzlich tiefer ins Portemonnaie greifen. Das ist schlicht unfair. Und es ist wirtschaftlich unsinnig, gerade jetzt, wo die Lebenskosten steigen und die Kaufkraft sinkt. Dazu kommt: Die Individualbesteuerung löst kein einziges Problem, das wir heute haben. Sie macht das Leben nicht günstiger, sie stärkt nicht den Mittelstand, und sie bringt auch keine Entlastung für Familien oder Paare. Es ist ein ideologisch motiviertes Projekt, das am Schluss Millionen kostet und kaum Nutzen bringt. Darum ist es richtig, dass die Mitte Schweiz mit der SVP Schweiz das Referendum ergriffen hat. Ein solcher Umbau unseres Steuersystems darf nicht einfach durchgewinkt werden. Die Bevölkerung muss das letzte Wort haben und sie soll wissen, was wirklich auf dem Spiel steht. Ein teures Experiment auf unserem Rücken braucht niemand. Ich unterstütze später die Referendumsinitiative der Mitte Schweiz und der SVP Schweiz und sage klar: Nein zur Individualbesteuerung.

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